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Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Windkunstfreunde,
der 5. Kunstwettbewerb „bewegter wind“ 2010 – Turbulenzen ist beendet und
die Jury hat folgende Preisträger benannt:
* Preisträger Kunstpreis 2010 „bewegter wind“:
Joachim Römer, Köln für
„Windtunnel“
* Träger des Sonderpreises des Nationalparks
Kellerwald-Edersee: Heinz
Schmid, Schweiz für „Klangbrücke“
* Lobende Erwähnung:
Hannah Streefkerk, Niederlande für
ihre Installation mit „Pompoentjes“
* Lobende Erwähnung:
Wolfgang Richter, Österreich
für „Windhauch“
Die Juroren:
Dr. Friedrich W. Block,
Stiftung
Brückner-Kühner, Leiter des
Kunsttempels Kassel
Susanne Jakubczyk, Kunsthistorikerin,
Kunstverein Kassel
Dr. Rolf Luhn,
rung/> art regio- Sparkassenversicherung
Prof. Ursula Sax, Bildhauerin, Dresden,
http://www.ursulasax.de
Die Preise wurden am 29.8.2010 in der Frankenberger Schirn verliehen. Die
Musik dazu spielte Luna Rossa aus
Kassel.
Wir blicken auf intensive Wochen zurück, in denen Windkunst in Landschaft,
Ausflüge und Naturerfahrungen, Kunstgespräche und Begegnungen im Vordergrund
standen.
Herzlich danken möchten wir all denen, die „bewegten wind“ ermöglicht haben:
den Künstlerinnen und Künstlern, den Förderern und Sponsoren, den
Organisationen und Helfern.
Schon jetzt möchten wir den 6. Kunstwettbewerb „bewegter wind“ in 2012
ankündigen und freuen uns auf Anregungen, Kritik und Kooperationen.
Viele Grüße
Reta Reinl und bewegter wind e.V. - Verein zur Förderung der Windkunst und
interkultureller Kommunikation
Preisträger Kunstpreis 2010 „bewegter wind“:
Joachim Römer, Köln für „Windtunnel“
Die Jury spricht Joachim Römer den Kunstpreis „bewegter wind“ 2010 für seine
Arbeit „Windtunnel“ zu. Sie würdigt damit, in welcher Vielseitigkeit,
Stimmigkeit und ästhetischen Wirksamkeit das Thema „Turbulenzen“ im
künstlerischen Umgang mit Wind gestaltet wurde. Der „Windtunnel“ verwendet
gegensätzliche Materialien – natürliches Fundholz und künstliche ausgediente
Plastiktüten – für eine begehbare, durchlässige, flexible, zugleich stabile
Installation, die sich sensibel auf die örtlichen Gegebenheiten der
Landschaft und das Spiel mit Wind, Licht, Raum und Klang einstellt. Die
Arbeit verbindet einen hohen Reflexionsgehalt in all ihren Komponenten mit
vielfältigen Anschlussmöglichkeiten für assoziative Wahrnehmungen. Als
interaktives Moment bietet die Installation zudem nicht nur reichhaltige
körperlich-sinnliche Erfahrung, sondern auch – als Teil des Konzepts –
soziale Kommunikation im Produktionsprozess durch den Einbezug der
regionalen Bevölkerung. Joachim Römers „Windtunnel“ verwirklicht daher in
hervorragender Weise ästhetische Beweglichkeit und die Idee des Preises.
Joachim Römer realisierte den „Windtunnel“ gemeinsam mit einer Gruppe
Auszubildender der Kreishandwerkerschaft und deren Anleiter Hagen Lubig. Sie
schlugen Windbruchbäume und montierten Windtunnel und Tüten. Die Namen der
Jugendlichen aus Waldeck-Frankenberg: Alessander Crupi, Giovanni Deforenzo,
Timo Campart, Michel Brosinski, Kevin Preitz, Sven Emde, Alexander
Gutknecht.
Joachim Römer studierte Kunst und Design u.a. bei Wewerka und Sovak in Köln.
Installationen im öffentlichen Raum, internationale Projekte, Videos und
Grafik sind seine Arbeitsgebiete. http://www.unterblicken.de
Träger des Sonderpreises des Nationalparks Kellerwald-Edersee:
Heinz Schmid, Schweiz, für „Klangbrücke“
Mit dem Sonderpreis des Nationalparks Kellerwald-Edersee wird die
„Klangbrücke“ von Heinz Schmidt ausgezeichnet. Die Jury ist beeindruckt, wie
diese audiovisuelle Skulptur zugleich formale bzw. technische Perfektion und
poetische Leichtigkeit in sich vereinigt. Die konzertierenden Röhren lassen
sich synästhetisch erschließen. Ausgesprochen überzeugend ist alles
durchdacht – von der Wahl der Örtlichkeit über die filigrane Aufhängung im
Geäst bis zu den zarten oder turbulenten Berührungen im Wind und der damit
verbundenen Klangwelt zwischen Kalkül und Zufall.
Heinz Schmid lebt in Benglen in der Schweiz. Er ist Künstler und
Bauingenieur. Installationen im Siedlungsraum und in der Natur bearbeiten
unter anderem die Frage: Wo liegt die Grenze zwischen der darstellenden
Figur und der abstrakten Form?
Lobende Erwähnung:
Hannah Streefkerk, Niederlande für ihre Installation mit „Pompoentjes“
Hannah Streefkerks malerische, farbenfrohe Arbeit zeigt auf sehr anregende
Weise Humor und überspitzt die Vorstellung einer bunten sommerlichen
Blumenwiese durch eine Technik, die sonst vor allem Pudeln winterlicher
Wollmützen vorbehalten ist. Inszeniert wird eine begrenzte Schönheit
zwischen Natürlichkeit und Künstlichkeit.
Hannah Streefkerk kommt aus den Niederlanden. In ihrer Arbeit setzt sie
natürliche Erscheinungsformen um in Muster, Rhythmus, Form und Struktur.
Dies geschieht in Installationen und Stickarbeiten.
http://www.waanwaar.nl
Lobende Erwähnung: Wolfgang Richter, Österreich für „Windhauch“
Wolfgang Richters „Windhauch“ überzeugt durch die Sparsamkeit und
Effektivität der eingesetzten Mittel, durch ihre dezente Umformulierung
natürlicher Pflanzenstrukturen und durch ihren Umgang mit dem Raum, dessen
Perspektive sie gleichzeitig öffnet und begrenzt und damit für die
Wahrnehmung konzentriert.
Wolfgang Richter lebt und arbeitet in Salzburg. Seine Landart Projekte und
Interventionen im Naturraum sind eingebunden in Prozesse des Werdens und
Vergehens, bei denen der Faktor Zeit eine Rolle spielt. Sie nehmen einen
Dialog mit elementaren Vorgängen wie Bewegungen von Wasser, Strömung, Wind
und Licht auf.
http://www.wolfgang-richter.eu Windhauch
auf Youtube.com
Juroren:
Dr. Friedrich W. Block, Stiftung
Brückner-Kühner,
Leiter des Kunsttempels Kassel
Susanne Jakubczyk, Kassel, M.A., Kunstwissenschaftlerin
Dr. Rolf Luhn, art
rung/> regio- Sparkassenversicherung
Prof. Ursula Sax, Bildhauerin, Dresden, http://www.ursulasax.de
Hintergrund:
Der 5. Internationalen Kunstwettbewerbs „bewegter wind“ zum Thema
Turbulenzen Die Ausstellung von Windobjekten, Installationen, Performances
und Videos wird an 4 Orten in der Landschaft Waldeck-Frankenbergs vom
15.-29.8.2010 stattfinden. Veranstalter ist der Verein „bewegter wind“ e.V.-
Verein zur Förderung der Windkunst und interkultureller Kommunikation.
„bewegter wind“ seit 2004
Windkunst in Landschaft kann in Waldeck-Frankenberg eine erfolgreiche
Vorgeschichte aufweisen. Seit 2004 wurden schon fünf Kunstwettbewerbe
weltweit ausgeschrieben. Internationales Interesse und erfreuliches Feedback
ermutigten jetzt zur Gründung des gemeinnützigen Vereins „bewegter wind“ zur
Förderung der Windkunst und interkultureller Kommunikation. Bisher trat der
Landkreis Waldeck-Frankenberg als Veranstalter auf und unterstützte das
Windfestival in der vielfältigen Landschaft um den Nationalpark
Kellerwald-Edersee. Kuratorin ist die Künstlerin Reta Reinl.
Windkunst
Was macht die Faszination Wind aus?
Wind ist global. Er ist vielgestaltig und ungreifbar. Bei „bewegter wind“
trifft die Ungestalt des Windes auf die Gestaltungskraft künstlerischer
Formen.
Wind ist das einzige Element, das nicht sichtbar ist und erst durch die
Beziehung zu den anderen Elementen wahrgenommen wird. Er ist Naturphänomen
und Symbol für Geist. Rund um den Globus findet sich die Ambivalenz seiner
Eigenschaften: säuselnd und stürmisch, heulend und wispernd, wild und zahm,
warm und kalt, kommunikativ und zentriert. Jede Landschaft ist durch ihn
geprägt, jede Kultur ist von ihm beeinflusst. Sein Spiel mit Hoch- und
Tiefdruck ist eine Metapher für Kommunikation im Hin- und Her der Winde der
Welt. Diese vielfältigen Aspekte eines unsichtbaren Phänomens beschäftigen
Künstlerinnen und Künstler weltweit.
Thema 2010: „Turbulenzen“
„Turbulenzen“ lautet das Thema des 5. Internationalen Kunstwettbewerbs
„bewegter wind“.
Turbulenzen sind „Begegnungen ungeordneter Strömungen“. Sie stehen überdies
für sich schnell verändernde Situationen. Turbulenzen sind Bedrohung und
Chance, Aufwind oder Absturz, Glück und Gefahr.
Aus der Vielzahl der Bewerbungen von Künstlerinnen und Künstlern aus über 20
Ländern der Welt wurden über 100 Exponate ausgewählt. Installationen,
Windobjekte, Videos und Performances zeugen von der wohltuenden und
zerstörerischen Kraft der Turbulenzen. Performances aus Hongkong und Island,
Installationen aus Chile und Surinam, Videos aus den USA, Windobjekte aus
Slovenien, Windideen aus Waldeck-Frankenberg werden in natura gezeigt.
Weitere Presseinformationen und Pressefotos im Downloadbereich von
http://www.bewegter-wind.de
Mit freundlicher Unterstützung:
Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Sparkasse
Waldeck-Frankenberg, art-regio/SV Sparkassenversicherung, LAG Erneuerbare
Energien Hessen, Bundesverband Windenergie, Landkreis Waldeck-Frankenberg,
Nationalpark Kellerwald-Edersee, Touristikservice Waldeck-Ederbergland GmbH,
CUBE Engineering GmbH, e.on, Region Kellerwald-Edersee, BWF Wa-Fkb,
Kreishandwerkerschaft Wa-Fkb, Hotel Schloss Waldeck, Mütze Textilband,
Kreisluftsportverband Waldeck e.V., wpd think energy GmbH&Co.KG, Stadt
Diemelstadt, Stadt Frankenberg, movelo- Nordhessen
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