Kunst & Kultur Nachrichten

Münster : "Visuelle Revolten" im LWL-Landesmuseum - Dreiteilige Ausstellungsserie über die Plakatszene um 1968

Warnungen vor "geistigen Bombenlegern" und "Konsumterror" oder Slogans wie "Wir wollen billiger wohnen, baut weniger Kanonen": Solche zugespitzten und im Wortsinn "plakativen" Botschaften zeichnen die Plakate der späten 1960er Jahre aus, von denen sich viele Hundert in der Sammlung des LWL-Landesmuseums befinden. Sie spiegeln den Zeitgeist um 1968 wider und drehen sich vor allem um die sogenannten "Studenten-Unruhen" und deren kulturelles Umfeld. In der dreiteiligen Ausstellungsserie "Visuelle Revolten" über die Plakatszene um 1968 zeigt das LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte in Münster ab dem 20. Januar jeweils weit über 100Plakate, Flugblätter und Cover von Zeitschriften, etwa "pardon" und "Konkret", die sich mit lokalen und globalen Aspekten von 1968 beschäftigen.

"Eine Besonderheit in der Sammlung des LWL-Landesmuseums sind Arbeiten der beiden wichtigsten Plakatentwerfer der Zeit, Klaus Staeck und Ernst Volland. Diese Plakate zeigen die leidenschaftliche Dynamik des Aufbruchs dieser Zeit wie keine andere Kunstgattung", sagte Museumsdirektor Dr. Hermann Arnhold. Jeweils etwa 50 Arbeiten von Volland und Staeck zu fast allen Themen befinden sich im LWL-Landesmuseum. Zudem sind viele der Plakate Vollands vom Künstler datiert und signiert.

Die erste Ausstellung "Münster - Mehr als ein Nebenschauplatz" (20. Januar bis 1. Mai 2011) bildet den Einstieg in die ´68er-Bewegung, die in Münster in engem Zusammenhang mit einer der schon damals größten Hochschulen der Bundesrepublik, der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU), steht. Ausgehend von Münster wirft der zweite Teil "Globale Protestkulturen" (19. Mai bis 21. August 2011) den Blick über die Landesgrenzen hinaus. Die dritte Sequenz widmet sich unter dem Titel "Langzeitwirkung ´‘68‘ - Der visuelle Umbruch" (15. Dezember 2011 bis 11. März 2012) dem langen Schatten von "‘68", vor allem dem tiefen Einschnitt in den Seh- und Konsummentalitäten der Plakat-Adressaten seit "‘68".

Münster - Mehr als Nebenschauplatz: 20.1.-1.5.2011
Globale Protestkulturen: 19.5.-21.8.2011
Langzeitwirkung "‘68" - Der visuelle Umbruch: 15.12.2011-11.3.2012

Eröffnung: 20. Januar, 19 Uhr

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr, Donnerstag bis 21 Uhr
Montag geschlossen

LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte
Westfälisches Landesmuseum
Domplatz 10
48143 Münster


Quelle: Pressemitteilung Landschaftsverband Westfalen-Lippe


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